Ein besonderes Ferienerlebnis war für 35 Schülerinnen und Schüler des Reuchlin-Gymnasiums die Einladung zum AUDI-Cup 2017. Sie erlebten spannende Spiele zwischen dem FC Bayern München, Atletico Madrid, FC Liverpool und SSC Neapel. Aber fast wichtiger noch: Die Spieler konnten sie aus nächster Nähe erleben, weil die Schüler nach dreitägigem Training die jeweilige Eröffnungszeremonie zusammen mit Auszubildenden von AUDI gestalten durften.

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KZ Dachau„Arbeit macht frei“. Diesen oder andere provokante Sprüche kann man auf den Toren der Konzentrationslager lesen. Ein kalter Schauer der Erinnerungen lief uns über den Rücken, als wir, die Klassen der 9. Jahrgangsstufe, das Tor zum Innenareal des Konzentrationslagers Dachau durchquerten.
Dachau. Das Musterlager für viele Konzentrationslager, an denen ein unvorstellbares Ausmaß an Schrecken und Leid an der Tagesordnung stand. Dachau wurde am 22. März 1933 eröffnet und war fortan ein sogenanntes „Arbeiterlager“ für politische Gegner, Zeugen Jehovas, Homosexuelle und Sinti und Roma (= „Zigeuner“).
Nach dem Durchschreiten des Jourhaus (Eingangsbereich des KZs) erreichten wir den Appellplatz, das Zentrum des Arbeiterlagers, auf dem die Gefangenen bis zu 20 Stunden stehen mussten, ohne sich rühren zu dürfen. Danach besuchten wir die zwei nachgebauten Baracken. Insgesamt gab es im Lager 34 mit einem geplanten Fassungsvermögen von je 56 Betten, am Ende waren es bis zu 3.000 Personen, die sich eine Baracke teilen mussten. Lebensbedingungen waren hier unter dem niedrigsten Standard, kaum Nahrung, unhygienische Zustände und man wurde oft für Kleinigkeiten hart bestraft oder auf der Stelle erschossen.
Unser Weg führte uns nun über die Lagerstraße zum Krematorium. Vor der Einäscherung wurde die Kleidung der Leichen entfernt, gereinigt und an neue Häftlinge weitergegeben. Die danebenliegende, nur für Testzwecke errichtete Gaskammer hingegen wurde nie in Betrieb genommen. Am Ende der Führung sollten wir uns das Wort „frei“ mitnehmen, um uns bewusst zu machen, wie wichtig Freiheit für die Menschheit ist und dass Freiheit nicht selbstverständlich ist. Außerdem sollten wir alle bedrückenden Gedanken an diesem Ort lassen. Insgesamt war es eine Fahrt, die zum Denken anregte und die das Ausmaß dieses Schreckens ein bisschen besser veranschaulichen konnte.

Aron Gabriel, Anna-Maria Repper, Markus Schuster


 

Schreibwettbewerb2017

Im Rahmen der 24. Ingolstädter Literaturtage waren Schülerinnen und Schüler wieder eingeladen, Geschichten zu schreiben – in diesem Jahr unter dem Motto Zu Lande, zu Wasser und in der Luft – Über 100 Jahre unbegrenztes Reisen.
Wir gratulieren herzlich Isabelle Mamikonian, Klasse 6b, zum 1. Preis in ihrer Altersklasse und Margherita Ragucci, Klasse 10d, zu einem Sonderpreis der Jury. Margheritas Geschichte Und die Zeit steht still findet sich hier zum Nachlesen.


 

2017 05Ungarnfahrt Gruppenfoto Szeged


60 Schüler des Reuchlin-Gymnasiums zu Besuch bei unserer Partnerschule in Dunaújváros

Auch dieses Jahr können wir in unserem Schulleben wieder eines der größten Highlights verzeichnen: Dank unseres regen Austauschs mit der Móricz Zsigmond Iskola im ungarischen Dunaújváros durften dort wieder über 60 Schülerinnen und Schüler zusammen mit den 3 Musiklehrern eine wunderbare Woche bei strahlendem Sonnenschein genießen. Doch es stand nicht nur Entspannung und Sightseeing auf dem Programm: An drei Abenden gaben die verschiedensten musikalischen Gruppen, darunter das Orchester, die BigBand, sowie die Jazz Combos, bei den Schulkonzerten ihre zuvor lang und präzise einstudierten Stücke zum Besten. Höhepunkte dabei waren der Auftritt der Volkstanzgruppe, die mit ihrem mexikanischen Walzer das Publikum begeisterte, sowie das große gemeinsame Stück mit einem ungarisch-bayrischen Chor und unserer BigBand unter der Leitung von Herrn Aichner: Call me maybe von Carly Rae Jepsen war definitiv das Highlight eines jeden Konzertabends und veranlasste alle Zuschauer zu tosendem Applaus.
Genaueres zu unserer Ungarnkonzertreise auch im Jahresbericht am Ende des Schuljahres.


 

Nora Gomringer zu Gast am Reuchlin-Gymnasium!

Gomringer
Ludus verbalis – ein Spiel mit den Worten, so könnte man das beschreiben, was uns Reuchlinianern am 22. März am Vertretungsplan nur als „Lesung Q11/12“ angekündigt worden war. Eingeladen war Nora Gomringer, eine dem Publikum zum größten Teil unbekannte Schriftstellerin, die jedoch in der Literaturszene große Bekanntheit hat. So gewann sie bereits zahlreiche Literaturpreise, etwa den Ingeborg-Bachmann-Preis 2015. Dass sie all ihre Auszeichnungen zu Recht erhalten hat, zeigte sie der Oberstufe in einem eindrucksvollen einstündigen Vortrag. Umrahmt wurde dieser von der Moderation durch Mariam Avaliani, Kilian Funk und Oliver Mößmer.
Nora Gomringers Auftritt begann mit ihrem „Ursprungsalphabet“, in dem sie sofort dem erst verblüfften, dann mitgerissenen Publikum alle Möglichkeiten der Sprache und des Sprechens darbot: mal schnell, mal ganz langsam, im nächsten Moment leise und behutsam, fast geflüstert, daraufhin majestätisch und mit voller Stimmgewalt. Gleichzeitig versteckt sie in diesem Gedicht Anspielungen auf die Geschichte, wie den römischen Kaiser Hadrian und seinen berühmten Wall, auf die Naturwissenschaften, die Mythologie und die Literatur.

Die Schüler der Klasse 10b des Reuchlin-Gymnasiums erreichten  im Planspiel Börse der Sparkassen den 1.Platz.
Drei Monate lang, von Oktober bis Dezember, sollten die Teams Aktien kaufen, halten und verkaufen, um am Ende eine möglichst stattliche Rendite zu erzielen. Als Startkapital standen 50.000 Euro zur Verfügung. Das Team „worklesspayless“ der Klasse 10b hatte die beste Anlagestrategie.

Boerse2017

Benedikt Billig, Englmeier Leon, Feigel Kay, Wagner Daniel, Süssbauer Simon (nicht auf dem Bild) freuen sich über ein Preisgeld von 500 Euro.


 

Tiere, Taucher und Tipps für das Schreiben

Jugendbuchautorin Katja Brandis zu Gast am RG

LesungBrandisAm 23. Januar 2017 besuchte die Münchner Autorin Katja Brandis die 7. Klassen und gab einen Einblick in das Leben einer professionellen Schriftstellerin. Katja Brandis schreibt u. a. Abenteuer-, Fantasy- und sogenannte Near-Future-Romane. Am Reuchlin las sie aus „Ruf der Tiefe“, einem Buch unserer Leseliste. Dies ist die spannende Geschichte des Jugendlichen Leon, der als Tiefseetaucher in nicht allzu ferner Zukunft zusammen mit einer intelligenten Krake im Pazifik nach Rohstoffen sucht und dabei eine erschreckende Entdeckung macht. Katja Brandis veranschaulichte ihre lebendige Präsentation mit vielen Fotos und erzählte uns auch Interessantes über die Arbeit als Schriftstellerin, zum Beispiel dass sie umfangreiche Recherchen durchführt, meist selbst an die Handlungsorte reist und zuerst einen genauen Schreibplan erstellt, bevor es an das eigentliche Schreiben geht. Sie bezog nicht nur das Publikum immer wieder in ihren abwechslungsreichen Vortrag ein, sondern beantwortete auch geduldig unsere geschätzt 250 Fragen, bevor sie zuletzt eine Menge Autogramme für die begeisterten Schüler schrieb. Die Veranstaltung machte richtig Lust aufs Lesen. Und vielleicht greift ja in der Zukunft der eine oder andere von uns, wenn ihm langweilig ist, nicht zu seinem Handy, sondern folgt dem Vorbild von Katja Brandis, nimmt Block und Stift zur Hand und erfindet seine eigene spannende Geschichte.
(Klasse 7a)


 

am 7. Dezember 2016

Die Pausenhalle war fast bis auf den letzten Platz mit Sechstklässlern gefüllt. Gespannt richteten sie ihre Aufmerksamkeit auf die vor ihnen platzierte Bühne. Denn gleich sollte der Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs beginnen:

Vorlese2016Nacheinander traten die zwölf besten Vorleser aus den vier Klassen auf die Bühne. Zunächst trugen die Schülerinnen und Schüler einen selbst ausgewählten Text vor, anschließend lasen sie alle aus dem Jugendroman „Linus Lindbergh und der Riss in der Zeit“ von Tobias Elsässer. In beiden Durchgängen konnte Jule Sachs aus der 6b die Jury voll und ganz überzeugen. Als Erstplatzierte darf sie in die nächste Runde, den Stadtentscheid, vorrücken. Isabelle Mamikonian (6a) und Maya Gollasch (6a) belegten den zweiten beziehungsweise dritten Platz. Über einen Büchergutschein als Anerkennung für ihre tolle Leistung dürfen sich alle drei freuen. Wir gratulieren ganz herzlich!

Sonja Schranner